DIE LINKE unterstützt den Streik der Kitas

10264687_794477560629317_2480836901756690692_n(lö, mdp, mj) DIE LINKE Lörrach ruft zur Solidarität mit den Erziehungsberufen auf. Insbesondere Mitglieder, Sympathisanten und Wähler der Linken werden dazu aufgerufen, den Streik der Erzieherinnen und Erzieher zu unterstützen. Am Dienstag soll es auch in Lörrach zu Warnstreiks kommen, zu denen auch Verdi aufgerufen hat.

„Die Erziehungsberufe leisten einen großen Beitrag für die Allgemeinheit. Schließlich ist die Kindererziehung für uns alle eine der wichtigsten Säulen unserer Gesellschaft. Dies findet aber weder bei der Bezahlung, noch bei der Besetzung des Stellenplanes Berücksichtigung“, kritisiert der Kreisgechäftsführer der LINKEN, Manfred Jannikoy die aktuelle Situation in den sozialen Berufen.  Auch der Stadtrat der Linken, Matteo Di Prima, selbst Verdi-Mitglied, begrüßt den Warnstreik des Erziehungspersonals. „Die Anforderungen an das Kita Personal steigen ständig. Die alltägliche Arbeit ist geprägt von einem schlechten Personalschlüssel, immer mehr Dokumentationen, Reflexionen, Elterngespräche, die vorbereitet und ausgearbeitet werden müssen. Was leider in der Gesellschaft oft übersehen wird ist, dass es sich hierbei um einen knochenharten Job handelt, der viel zu schlecht bezahlt und anerkannt wird. Deshalb sagen wir ganz klar, es braucht mehr Anerkennung, Respekt und gute Löhne für die sozialen Berufe – Das muss drin sein“, erklärt Stadtrat Matteo Di Prima. Kreisgeschäftsführer Jannikoy befürchtet zudem ein immer stärkeres Abwandern von Fachkräften in die Schweiz. „Wir haben hier ein vergleichbares Problem wie bei den Pflegeberufen. Aufgrund der schlechten Bezahlung und zunehmenden Befristungen, wandern uns selbstverständlich viele gut ausgebildete Fachkräfte in die Schweiz ab, wo deutlich besser bezahlt wird“, erklärt Jannikoy. „Die Entwicklung macht zudem deutlich, dass wir immer noch eine deutliche Diskrepanz in der Bezahlung zwischen Männern und Frauen haben. Gerade die Erziehungsberufe werden statistisch gesehen, vorwiegend von Frauen ausgeübt. Es kann nicht sein, dass vor allem in diesen Bereichen vergleichsweise schlechte Löhne entrichtet werden. Letztlich ist das auch eine Diskriminierung gegenüber Frauen. Das muss endlich ein Ende haben“, kritisiert Matteo Di Prima schließlich die bisherige Entwicklung.


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