Am 8. März war Weltfrauentag! *

Schumacher/CC-BY-NC-SA 4.0

(*=Ein Beitrag unserer Lörracher Stadträtin Sabin Schumacher:)

In vielen Ländern der Welt, wurde auch in diesem Jahr am 8. März wieder der Internationale Frauentag begangen.

Dieser Welttag hat seine Wurzeln in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts. Er entstand als Initiative sozialistischer Organisationen im Kampf um die Gleichberechtigung, für das Frauen-Wahlrecht und die Emanzipation von Arbeiterinnen.

Seither war der Weg hin zu echter Gleichberechtigung in den Ländern der Erde für die Frauen unterschiedlich erfolgreich.

Umso großartiger also, wenn eine Veranstaltung zum Internationalen Frauentag mitten in einem Wohnquartier realisiert wird, wo Menschen unterschiedlichster Nationalität zusammen leben.

So sieht man es wohl auch bei der Städtischen Wohnbau“ in Lörrach.

Auf dem Salzert, wo die Gesellschaft einen hohen Bestand an Mietwohnungen hat und viele Menschen verschiedenster Nationalität ihr Zuhause haben,
gab es am 8. März bereits zum fünften Mal in Folge eine von der „Wohnbau“ unterstützte Veranstaltung zum Weltfrauentag.

(-> Artikel der Badischen Zeitung)

„Das Gemeinschaftshaus auf dem Salzert ist ein Ort der Begegnung und war deshalb gut gewählt für eine Veranstaltung zum Weltfrauentag. Ich selbst hätte mir für die Frauen aus den verschiedenen Quartieren der Wohnbau, wirklich keinen besseren Ort vorstellen können, um diesen wichtigen Tag gemeinsam und in vertrauter Umgebung zu begehen.
Gesellschaftliche Entwicklung lebt bekanntlich vom gegenseitigen Austausch der Menschen. Ohne Gelegenheit und Raum passiert da aber wenig. Großartig, dass ein Vermieter wie die Städtische Wohnbau hier vorangeht und die Frauen, die gleichermaßen Mieterinnen der Gesellschaft sind, in ihrer berechtigten Forderung nach echter Gleichstellung, offen unterstützt. Das dürfte bislang so selten sein, wie es großartig ist! Ein vorbildliches Beispiel, was hoffentlich auch andere Institutionen und Unternehmen, städtische wie private, anspornt, sich zukünftig mehr als bisher für die Gleichberechtigung einzusetzen.“, meint Sabin Schumacher, Stadträtin der Stadt Lörrach. Und sagt desweiteren:

„In den westlichen Staaten können Frauen seit Jahrzehnten wählen und studieren. Sie können ebenfalls ohne Erlaubnis eines Mannes einer Arbeit nachgehen oder das Land verlassen, wenn es ihnen gefällt. Dennoch, auch bei uns im Westen, ist die Gleichberechtigung noch nicht in allen Bereichen angekommen.

Besonders deutlich wird das immer noch beim Einkommen der Frauen in Deutschland.

Laut Statistischem Bundesamt verdienten Frauen in Deutschland zuletzt 21 Prozent weniger als Männer. Hierbei werden allerdings alle Branchen einbezogen. Aber auch bereinigt nach dem „Gender Pay Gap“ verdienen Frauen immer noch 6 % (Gender Gay Gap 2014) weniger als Männer in vergleichbarer Position.

Ähnlich schaut es für Frauen in Sachen Aufstiegschancen aus, denn sie besetzen weitaus seltener als Männer Führungspositionen. Männer sind dahingehend in Deutschland heute immer noch klar im Vorteil.

Wir sind also weiterhin gefordert, uns in diesen und anderen Punkten für Chancengleichheit und echte Gleichstellung einzusetzen.

Unser wichtigstes Instrument in Sachen Gleichberechtigung, war und ist bisher die Frauenquote. Doch auch sie ist kein perfektes Instrument.

Hier könnte sich aber gerade angesichts der fortschreitenden Digitalisierung ein bedingungsloses Grundeinkommen als beste Chance für die Gleichstellung erweisen. Und das weit über eine Gleichstellung von Frau und Mann hinaus. Letztendlich bin ich davon überzeugt, dass im Zuge der Digitalisierung und mit einer vorausschauenden Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens, „die Befreiung der Geschlechter“ kommt!“


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