Der KV Lörrach auf politischer Bildungsreise in Berlin

01. März 2018  Allgemein

Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Tobias Pflüger (Die LINKE) hin, nahm der Kreisverband Die LINKE Lörrach gemeinsam mit seiner Stadträtin Sabin Schumacher von den Lörracher Piraten vom 18. – 21. Februar 2018 an einer politischen Bildungsreise nach Berlin teil.

Montagfrüh ging es zunächst zum Karl-Liebknecht-Haus, der Bundesgeschäftsstelle der Partei „DIE LINKE.“. Tobias Pflüger, (stellv. Bundesparteivorsitzender), gab einen Überblick über den Arbeitsalltag im Bundestag und den einzelnen Ausschüssen. Außerdem wurde mit allen Teilnehmern über aktuelle politische Themen diskutiert. Kreisvorsitzender Philipp Lotter (DIE LINKE. Lörrach) zeigte sich erstaunt darüber, dass „parteiliche Interessen“ in der Südbaden-CDU schwerer wiegen als die Interessen ihrer Wählerinnen und Wähler. Hintergrund ist der Rückzug der Unterschriften der südbadischen CDU-Bundestagsabgeordneten auf einer Resolution bezüglich der Geschwindigkeitsbemessung auf der Oberrheinschiene. Da sich auf dieser Resolution auch die Unterschrift des Freiburger Bundestagsabgeordneten der Partei DIE LINKE. Tobias Pflüger befindet, zogen die CDU-Abgeordneten ihre Unterschrift zurück. Für die Bundestagsabgeordneten der anderen Parteien von SPD, Grünen und FDP war dies kein Problem, da es um ein gemeinsames Anliegen ging.

Nach dem Mittagessen stand ein Besuch vom „Haus der Wannseekonferenz“ auf dem Programm. In diesem Gebäude wurde am 20.Januar 1942 von 15 führenden Personen des NS-Regimes innerhalb von 90 Minuten, der Mord an 11 Millionen Juden geplant und die beschlossenen Punkte ab dem nächsten Tag umgesetzt. „Es ist schon sehr bedrückend zu sehen wie sich der Hass immer weiter entwickelt hat bis es zu diesem Ereignis kam. Und wenn man das dann mit aktuellen Entwicklungen vergleicht, wo Hass und Hetze ebenfalls mehr und mehr zum Alltag werden, kann man nur mit großer Sorge in die Zukunft blicken“ so Michael Richter, Kreisgeschäftsführer (DIE LINKE. Lörrach)

Anschließend gab es eine an politischen Punkten orientierte Stadtrundfahrt.

Am Dienstagmorgen fuhren wir zum Bundestag. Es gab einen sehr interessanten Vortrag darüber wie im Bundestag gearbeitet wird. Ein Besuch der Kuppel, bei dem sich ein atemberaubender Blick über das wiedervereinigte Berlin bot, war ebenfalls Teil des Angebots.

Der abschließende Programmpunkt des Tages war ein Besuch im Käthe- Kollwitz- Museum.

Bevor es am Mittwoch Nachmittag wieder auf die Heimreise ging, besuchten wir das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, wo ein sehr bewegender Vortrag über die Hintergründe und Geschichte dieses Denkmals gehalten wurde.

„Unfassbare Verbrechen wurden seit der Machtergreifung Hitlers 1933 bis 1945 im Namen des deutschen Volkes begangen.

Zu Beginn waren die Deutschen damals noch der Meinung man könne Hitler zähmen und den Nationalsozialismus entzaubern. Das dies nicht gelungen ist, wissen wir heute nur zu gut.
Aufgrund des Rassenwahns, gesät zu Beginn von Wenigen, wurden Freunde zu Feinden, Familien zerstört und viele Millionen Menschen fanden europaweit den Tod. Niemand kann wollen, dass sich das wiederholt. Dennoch werden in den letzten Jahren wieder Forderungen im Namen des deutschen Volkes lauter und erneut finden sich Vertreter solchen Denkens in deutschen Parlamenten, auch im Bundestag.
Umso wichtiger ist es, dass wir uns erinnern und uns politisch aktiv für unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft einsetzen“, sagte Stadträtin Sabin Schumacher (PIRATEN) zum Schluss des Besuchs des Holocaust Denkmals.

Einen ganz besonderen Dank wollen wir an dieser Stelle an den Leiter des Regionalbüros Freiburg, Gregor Mohlberg aussprechen. Er hatte für jeden Teilnehmer immer ein offenes Ohr und stand jederzeit für Fragen zur Verfügung. Dabei glänzte er mit hervorragendem Fachwissen. Zudem hat er die Reise zusammen mit Helena Pantelidis perfekt organisiert  und hat maßgeblich zum Erfolg dieser Reise beigetragen.


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