Für Aufrechterhaltung der Frühbetreuung von Schulkindern

1400735_375214939283096_1818655228_o-1Linken-Stadtrat Di Prima plädiert für zentralisierte Frühbetreuung / Kritik an Sparzwängen.

(mdp) DIE LINKE. sieht die Umstrukturierung der Schulkindbetreuung in Lörrach kritisch. „Eigentlich ist es ja Aufgabe des Landes, für eine ganztätige Schulbetreuung finanziell aufzukommen. Das Land lässt die Kommunen und die Eltern hier im Stich“, kritisiert der Lörracher Stadtrat der Linken die Förderpraxis des Landes. „Da es aber nunmal so ist, dass die Finanzierung der Randzeitenbetreuung durch die Kommunen erfolgen muss, ist es vom Grundsatz her richtig, realpolitische Lösungswege zu finden“, erklärt Di Prima. Kritisch sieht der Stadtrat vor allem die Sparzwänge in diesem Bereich. Der Lösungsansatz des Fachbereiches, eine Bündelung der Betreuungsangebote dort vorzunehmen, wo der Bedarf größer ist, ist eben diesem Umstand geschuldet, dass aufgrund des Sparzwanges nicht mehr Personal zur Verfügung steht. Dass das Angebot für die Betreuungstätigkeit vor allem in der Zeit nach dem Mittagsband, also in der Nachmittagsbetreuung stattfinden solle, da der Bedarf hier größer ist als in der Frühbetreuung, ist daher in Ermangelung anderer personeller Alternativen zunächst der richtige Weg. „Wir sollten dennoch die Frühbetreuung zwischen 7 und 8 Uhr nicht vollständig aufgeben. Dies belastet Eltern und vor allem Alleinerziehende, die etwa im Schicht- u. Frühdienst tätig sind“, erklärt Di Prima. „Dass die Eltern dann für die Frühbetreuung mehr bezahlen müssen, wollten sie das Angebot der Frühbetreuung weiter annehmen, halte ich für falsch. Es ist schließlich Aufgabe der öffentlichen Hand, diese Angebote für die Bürgerinnen und Bürger zu Verfügung zu stellen. Insbesondere Eltern mit geringem Einkommen werden hiervon besonders stark belastet werden“, erklärt Di Prima weiter. DIE LINKE. schlägt daher vor, auf der einen Seite den größeren Arbeitskraftanteil des bestehenden Personals für die Nachmittagsbetreuung, einen deutlichen kleineren Teil dann aber weiterhin für die Frühbetreuung in einer dann zentralisierten Form einzusetzen. Hierdurch bräuchte die Stadt nicht mehr Personal einzustellen, könnte also kostenneutral die bestehenden Betreuungsangebote mit den bestehenden Personalstellen in Kern aufrecht erhalten. „Durch eine zentralisierte Frühbetreuung an einem ausgewählten Schulstandort kann dann das städtische Angebot zumindest in abgespeckter Form erhalten bleiben, ohne dabei die Eltern, die die Frühbetreuung weiterhin in Anspruch nehmen müssen, finanziell zu belasten“, erklärt Di Prima. Sollte dies logistisch nicht umsetzbar sei, plädiert DIE LINKE. zumindest für eine gezielte Entlastung von Bedürftigen. „Die Frühbetreuung sollte für Eltern mit geringem Einkommen weiterhin finanziell möglich sein“, sagt Di Prima.


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