DIE LINKE ruft weiter zur Gegendemo gegen PEGIDA auf

Di Prima PlakatVon Matteo Di Prima, Landtagskandidat DIE LINKE. Lörrach

Die Partei DIE LINKE. Lörrach wird sich weiterhin an der Gegendemo zu PEGIDA beteiligen, allerdings nicht mehr als Mitveranstalterin. „Die Jusos und unsere Jugendorganisation Linksjugend werden nun das organisatorische Ruder übernehmen. Ich begrüße das sehr, da es in Anbetracht der Situation wichtig ist, dass gerade die junge Generation zeigt, dass sie eine rassistische, homophobe und rechtsextreme Zukunft in und um Weil am Rhein ablehnt“, erklärt hierzu der Landtagskandidat der Linken, Matteo Di Prima. Wie sich die Partei insgesamt zu diesem Thema aufstellen wird, muss indes noch durch die Mitglieder basisdemokratisch debattiert und entschieden werden. „Die Demos sollten jedenfalls nach meiner Einschätzung dringend mit Inhalt befüllt werden. Das ledigliche Übertönen von Pegida wird dem wichtigen Anspruch der Gegendemonstration auf lange Sicht nicht gerecht und schreckt langfristig Bürgerinnen und Bürger ab, sich an dem Protest gegen Pegida mit zu beteiligen“, erklärt Di Prima weiter. Insbesondere Redebeiträge und eine Abschlusskundgebung seien erforderlich, um auch die positiv formulierten Ansprüche der Gegenbewegung nach außen zu tragen und deutlich zu machen, weshalb Pegida keinen rassistischen Nährboden in Weil am Rhein finden darf. „Dazu gehört selbstverständlich auch, dass Gewalt auf keinen Fall ein Mittel zur Durchsetzung der eigenen Positionen sein darf. Wer gegen Fremdenhass ankämpft, füttert den Hass nur mit weiterer Gewalt. „Pegida muss vor allem auf einer argumentativen, inhaltlichen Ebene bekämpft werden. Es muss das rechte Gedankengut sein, welches wir langfristig und nachhaltig entkräften wollen. Wer etwa Ängste vor dem sozialen Abstieg hat, dem sollte gesagt sein, dass die sozialen Verwerfungen in der Bundesrepublik bereits vor der Flüchtlingskrise begonnen haben. Und zwar durch eine Politik, die systematisch eine Umverteilung von unten nach oben vorgenommen hat. Dadurch haben wir nunmehr eine der größten Einkommensunterschiede und Verteilungsprobleme innerhalb ganz Europas“, erklärt Di Prima. Auf die Ursachen sozialer Abstiege und auf die Ursachen von Flüchtlingsbewegungen muss die Politik, muss vor allem eine linke Partei hinweisen.


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