„Gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen“ – DIE LINKE für stadtnahe Unterbringung von Flüchtlingen

„Wir müssen den Menschen erklären, dass es nicht die Flüchtlinge sind, die für fehlenden Wohnraum, für fehlende Kindergartenplätze und für fehlende Infrastruktur verantwortlich gemacht werden können. Die Grenze verläuft von oben nach unten, diese Botschaft wollen wir als Linke in die Gesellschaft hineintragen“ Salvatore Carruba, Ersatzkandidat für DIE LINKE im Landtagswahlkreis 58

11351166_843947779015628_6248761786807957105_n(mdp) Grenzach-Wyhlen. Die Partei DIE LINKE will sich in Grenzach-Wyhlen für eine gelebte Willkommenskultur für Flüchtlinge stark machen. Die Partei, die bisher noch keinen eigenständigen Ortsverband in Grenzach-Wyhlen hatte, möchte diesen aber in den kommenden Wochen gründen, um ihre Arbeit im Ort aufnehmen zu können. Hierzu haben sich bereits sieben junge Mitstreiterinnen und Mitstreiten zusammengefunden. Seit dem bekannt geworden ist, dass Grenzach-Wyhlen ein Flüchtlingswohnheim für bis zu 200 Personen in der Kraftwertstraße errichten will, und sich bereits viele Gegenstimmen in den sozialen Netzwerken formiert haben, möchte DIE LINKE eine Gegenkultur des Willkommens voranbringen. LINKEN-Mitglied Salvatore Carruba (28), der am 19. Juni 2015 zum Ersatzkandidaten für die Landtagswahl im Wahlkreis 58 gewählt worden ist, erklärt hierzu: „Wir müssen den Menschen erklären, dass es nicht die Flüchtlinge sind, die für fehlenden Wohnraum, für fehlende Kindergartenplätze und für fehlende Infrastruktur verantwortlich gemacht werden können. Die Grenze verläuft von oben nach unten, diese Botschaft wollen wir als Linke in die Gesellschaft hineintragen“. Im Übrigen seien die vorgebrachten Einwendungen gegen ein Flüchtlingswohnheim nicht haltbar. „Das notleidende Menschen, die auf der Flucht sind und unsere Hilfe brauchen, oft als potenzielle Kriminelle vorverurteilt werden, ist ein großes Problem und bedarf einer Gegendarstellung. Die Menschen, die bei uns aufgenommen werden, sind ebenso ein Querschnitt der Gesellschaft, wie wir alle. Der Generalverdacht der Delinquenz dagegen ist übler Rechtspopulismus und lässt schlussendlich nur auf Fremdenfeindlichkeit schließen“, so Carruba. Im Übrigen sei es nicht sachdienlich, einen Standort außerhalb der Stadt zu suchen, wie einige Stimmen derzeit forderten. „Eine Standortentscheidung außerhalb des Stadtbezirkes wäre eine großer Fehler und verhindert eine Integration der Betroffenen. Im Gegenteil würde durch einen Standort außerhalb des Stadtbezirkes eben die Ghettoisierung in Gang gesetzt werden, vor die sich viele Bürgerinnen und Bürger fürchten. Eine stadtnahe Unterbringung dagegen mit den damit verbundenen kurzen Wegstrecken, etwa für Einkaufsmöglichkeiten und Arztbesuche, würde gesellschaftliche Teilhabe sichern und Integrationsprozesse fördern“, erklärt hierzu Matteo Di Prima, Landtagskandidat der LINKEN für den Wahlkreis 58. „Im Übrigen muss uns allen klar werden, dass Integration keine Einbahnstraße ist, sie ist ein gegenseitiges Aufeinander Zugehen. Willkommenskultur darf daher keine bloße Absichtserklärung sein, sondern eine tagtägliche gelebte Solidarität mit den Flüchtlingen“, sagt Di Prima schließlich.


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