Für eine dauerhafte Willkommenskultur einsetzen

1400735_375214939283096_1818655228_o-1Weil. (mdp) Der gemeinsame Ortsverein der Partei DIE LINKE. Lörrach/Weil am Rhein setzt sich für eine leb-  und dauerhafte Willkommenskultur in Weil am Rhein ein.  Hierzu erklärt das Ortsvorstandsmitglied und Stadtrat für DIE LINKE im Lörracher Gemeinderat, Matteo Di Prima: „Eine Willkommenskultur muss auch tagtäglich gelebt werden, um überhaupt einen kulturellen Bestand zu haben. Anderenfalls bleibt sie nur Absichtserklärung einer aus Imagegründen betriebenen Symbolpolitik des Gutbürgertums“. Vor diesem Hintergrund lobt Di Prima die Reaktion von Oberbürgermeister Dietz im Weiler Gemeinderat auf eine äußerst deplatzierte Frage eines Bürgers in der Fragestunde. Dieser stellte der Verwaltung die Frage, ob die Stadt im geplanten Baugebiet „Hinter dem Dorf III“ Grundstücke zum Zwecke der Flüchtlingsunterbringung erwerben wolle und dies als „Abschreckung“ für andere Kaufinteressen gedacht worden sei. Oberbürgermeister Dietz stellte dagegen klar, dass es sich bei der Flüchtlingsunterbringung um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handeln würde, zu der die Stadt verpflichtet sei.  „Ich begrüße es, dass Oberbürgermeister Dietz bei dieser seltsamen Anfrage im Gemeinderat zur Flüchtlingsunterbringung eine klare Position für eine dezentrale Flüchtlingsunterbringung in Weil am Rhein eingenommen hat“, lobt der Lörracher Stadtrat der Linken den Weiler Oberbürgermeister.  Die Aussage des fragenden Bürgers indes hält Di Prima für  besorgniserregend. „Auch in Weil am Rhein zeichnen sich ähnliche Ressentiments gegen Flüchtlinge ab, wie wir es auch in anderen Gemeinden erleben.  Das ist gefährlich, vor allem im Hinblick darauf, dass ein Rechtsextremer der NPD im Weiler Gemeinderat sitzt und für entsprechende geistige Brandstiftung sorgen könnte“, gibt Di Prima zu Bedenken. „Wir müssen den Menschen begreifbar machen, dass es nicht die Flüchtlinge sind, die für knappe Kindergartenplätze oder knappen Wohnraum verantwortlich gemacht werden können. Die Probleme knappen Wohnraums und fehlender Kindergartenplätze sind hausgemacht und Teil einer sozialen Umverteilungskrise. Die Grenze  des sozialen Unmutes verläuft daher von oben nach unten, nicht zur Seite“, sagt Di Prima schließlich. Die Linke Lörrach möchte ihre politische Arbeit in den kommenden Monaten auch wieder verstärkt in Weil am Rhein vorantreiben. „Nach der Kommunalwahl 2014 gab es zunächst viel in Lörrach zu tun. Unser Kreisverband ist in den letzten Monaten aber glücklicherweise stark gewachsen und auch jünger geworden, sodass wir uns wieder verstärkt der Ortsarbeit in Weil am Rhein widmen wollen. Weil am Rhein ist mir hier besonders wichtig, da ich mich der Stadt auch noch verbunden fühle. Immerhin habe ich ja vier Jahre hier gelebt. Wir werden uns in den nächsten Monaten bemühen, auch in Weil am Rhein einen Beitrag für eine lebhafte und dauernde Willkommenskultur zu leisten“, erklärt Di Prima schließlich.


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