Kritik an Elmex-Entlassungen in Lörrach und EU-Subventionspolitik

11. November 2012  Allgemein, Pressemitteilungen

Von unserer Bundestagsabgeordneten:

Karin Binder, MdBKarin Binder – badische MdB der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag – erklärt dazu: „Wieder einmal steht ein Betrieb in Südbaden vor der Schließung und das, obwohl die MitarbeiterInnen gute Arbeit leisten, und obwohl das hergestellte Produkt keinerlei Absatzschwierigkeiten hat. Wieder einmal haben maximale Profitinteressen der Konzernführung von Colgate-Palmolive und der Aktionäre Vorrang vor den Interessen der arbeitenden Menschen und ihrer Familien. Gepaart mit einer vollkommen falschen europäischen Lohn-, Sozial- und Subventionspolitik ergibt das die größtmögliche Ausbeute für Management und Aktionäre.

Hier wäre schon lange die Bundesregierung gefordert. Aber die europäischen Staaten machen sich gegenseitig Konkurrenz mit ihrer Niedriglohn- und Niedrigsteuerpolitik, um internationale Unternehmen ins jeweilige Land zu locken. Die Konzerne schütten die aus Steuererleichterungen und Lohndumping erzielten Gewinne an ihre Aktionäre aus. Die Staaten aber bleiben auf immer höheren Schulden sitzen. Diese haben dann wiederum die BürgerInnen abzutragen und zu zahlen.

Die Beschäftigten bei Gaba in Lörrach haben mein volle Solidarität. Die Bundesregierung muss endlich ihren europapolitischen Dumping-Kurs korrigieren und dafür sorgen, dass europaweit einheitliche Sozial-, Lohn- und Beschäftigungsstandards durchgesetzt werden. Die Subventions- und Steuerpolitik der EU-Länder muss endlich dazu genutzt werden, dass eine sinnvolle und nachhaltige Strukturentwicklungen auch auf dem Arbeitsmarkt gefördert wird.“


2 Kommentare zu „Kritik an Elmex-Entlassungen in Lörrach und EU-Subventionspolitik”

  • Wirtschaftsliberaler FDP Wähler sagt:

    Wo ist das Problem ? Dann bekommen eben ein par Arbeiter in Polen endlich einen Job und es hilft der polnischen Wirtschaft.

    Wenn dann in Polen billiger Produziert wird ist das sehr sozial, da die Produkte dann auch hier günstiger Angeboten werden so das sie sich dann auch arbeitslose wieder leisten können.

    Das Beste Beispiel ist doch die Computerproduktion. In den 90er Jahren hat ein deutscher Siemens PC 10.000 Mark gekostet. Seit dem an China ausgelagert wurde konnte der Preis dank niedrigerer Löhne auf c.a 300 Euro gesenkt werden. Mit dem resultat das sich heute selbst jeder Arbeitslose einen PC leisten kann, wäre die Produktion in Deutschland geblieben wäre ein Computer immer noch so um die 2-3000 Euro Teuer. Für Arbeitslose und Geringverdiener unerschwinglich. Dank Lohndumping können sich sogar nun schon Schulen in Entwicklungsländern PCs leisten was früher unmöglich war.

    Deshalb sage ich, weltweite freie Marktwirtschaft, Auslagerung von Produktion sowie das nicht vorhanden sein von Mindestlöhnen ist sehr sozial da es dafür sorgt das sich auch arme Menschen die Produkte leisten können die ansonsten zu teuer waren.

    Genau aus diesem Grund sind die Menschen im Sozialismus ja auch alle viel ärmer gewesen als in der freien Marktwirtschaft.

    • Max Kehm sagt:

      Die Argumentation ist doch Unsinn, solche Verlagerungen finden oftmals statt weil sie steuerlich subventioniert werden mit der Folge das die Einnahmen dann woanderst für andere Staaten fehlen.

      Geringere Preise lassen sich vor allem durch effizientere Technologie welche die Produktivität und somit den in der Ware enthaltenen Arbeitswert senken erreichen.

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