Fracking – Nein danke! Kein Gift in unsere Erde!

24. September 2012  Allgemein

Von H. N., Pressesprecher des OV Lörrach:

Fracking – Nein danke! Kein Gift in unsere Erde!

Die Brücke ins NICHTS

Der Begriff des Frackings beschreibt eine Technologie die Strukturen von vorgestern „befeuert“.

Dabei wird von Politik und Großkonzernen weiter auf das leidige Thema fossile Energieträger gesetzt. Bei diesem Verfahren wird der Erde mit Hilfe vertikaler und horizontaler Bohrschächte, mit sogenanntem Slickwasser (Wasser-Chemie-Mix -> bestehend aus Sand, Diesel, Wasser und giftigen Chemikalien) unter hohem Druck versucht, ihre letzten Rohstoffe auszupressen. Die benötigte Wassermenge pro Bohrloch beträgt 11 Millionen Liter. Mit dieser Methode wird das umliegende Gestein aufgesprengt und Gas freigesetzt.

Die Flüssigkeit, die beim dem Vorgang mit an die Oberfläche gefördert wird (ein Mix aus giftigen Stoffen, Schwermetallen und ggf. auch radioaktiven Materialien) wird nach Erfahrungen in den USA in umliegende Gewässer geleitet, da Klärwerke ohnehin nicht in der Lage wären, dieses Wasser aufzubereiten. Das „Produced Water“ , dass beim Fracking eingesetzt wird, enthält bis zu 600 verschiedene Chemikalien.

Unter Tage sieht man sich ebenfalls mit großen Problemen konfrontiert, da der Wasser-Chemie-Mix (Slickwater) mit einem extrem hohen Druck in die Bohrschächte gepumpt wird. Das Fracking besitzt im wahrsten Sinne des Wortes eine Bombenwirkung. Die Gesteinsformationen werden durch diesen Vorgang gewollt instabil. Die enorme Menge an Slickwater breitet sich großräumig aus und dieses Wasser kann auf dem Weg ins Bohrloch und zurück austreten.

„Fracking ist daher eine enorme Gefahr für das Grundwasser und auch hier sind leider besorgniserregende Beobachtungen aus den USA bekannt.“ Lother Bisky (MdEP)

Deshalb gibt es keine Gewährleistung für dauerhaft sicheres Frischwasser in diesen Regionen.

Immer wieder werden solche umweltschädlichen und riskanten Techniken als sogenannte Brückentechnologie herausgerufen. Obwohl ausreichend konventionelle Erdgasvorkommen vorhanden sind, um den Bedarf der nächsten Jahrzehnte decken zu können.

„Wie bereits beim Atomausstieg deutlich wurde, brauchen wir Druck und Anreize, um die Energiewende erfolgreich zu meistern. Eine Erschließung neuer fossiler Energien wäre ein fatales Signal. Anstatt viel Geld in Fracking zu stecken, sollte in Maßnahmen zur Energieeffizienz sowie in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden.“ (DIE LINKE im Europäischen Parlament)

Wir fordern deshalb:

•    Fracking verbieten! Trinkwasser und Umwelt schützen!
•    Die Energiewende konsequent durchziehen
•    Keine Bremsertechnologien unterstützen!
•    Keine Erkundung und Förderung in Trinkwassergewinnungs- und -schutzzonen
•    Transparenz über die verwendeten Chemikalien und der eingesetzten Mengen
•    Reform des Bergrechts dahingehend, dass eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung in den Genehmigungsverfahren eingeführt wird


4 Kommentare zu „Fracking – Nein danke! Kein Gift in unsere Erde!”

  • Martin Bierbaum sagt:

    Sehr anschaulich! Schön ausformuliert! Dem Fracking-Problem werden in Bayern kleinere Erdbeben zu-geschrieben!

    • Ehab sagt:

      Hm. Auf den ersten Blick: Einige der dort angesprochenen Probleme (Teledienste vs. Mediendienste) sind mittlerweile ausgeräumt. Ich werde mir den Artikel noch mal in Ruhe zu Gemüte führen. Dass aber dort FDP-Otto als der große Internetregulierungsvisionär herauszukommen scheint, beunruhigt aber mehr als es Hoffnung macht.

  • Fritz Zell sagt:

    Hallo, hier ein interessanter Link. Ich möchte da hin gehen. Falls sich einer anschliessen will?

    http://www.umweltratschlag.de/index.php/de/

  • Abiadolf sagt:

    Das Problem war und ist doch: In den Bundestagsfraktionen gibt es eigentlich bis auf Jörg Tauss bis heute keinen Politiker, der sich wirklich intensiv mit dem Internet befasst. Es gab hier und da welche, aber die haben das Thema entweder wieder abgegeben oder wurden nicht wieder aufgestellt oder gewählt. Außerdem gibt es keine kompetente Politikberatung für alle Parteien. Jede Partei hat hier und da ihre Experten. Aber da geht es eher um Projekte, weniger um Strategie.

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